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Alles was man über die Gesetzgebung des Glücksspiels, Aufsichtsbehörden und das Betreiben und dem Spielen in Online Casinos in Deutschland und seinen Bundesländern wissen muss!

Die deutsche Gesetzgebung für das Glücksspiel ist sehr komplex und wurde in den letzten Jahren mehrfach geändert. Es gelten

unterschiedliche Regelungen für Glücksspiel, Sportwetten und Lotterien.

Staatliche Lotterien waren in der Gesellschaft schon immer anerkannt und beliebt und brachten dem Staat pro Jahr rund 3 Milliarden Euro als Einnahmen.

Glücksspiel in Deutschland hat eine lange Tradition und reicht bis ins Mittelalter zurück. Es gewann in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vermehrt an Beliebtheit in Deutschland. Spielbanken wurden wieder geöffnet und das Zahlenlotto wurde legalisiert. Glücksspielautomaten wurden in Spielbanken aufgestellt, ebenso in Spielhallen und Restaurants, wobei in diesen nur geringe Einsätze und Gewinne möglich waren. Die einzelnen Bundesländer waren dafür zuständig, das Glücksspiel zu kontrollieren und zu regulieren. Die Durchführung von Lotterien, Wetten, Sportwetten und Spielbanken unterstanden dem Staatsmonopol welches mit der Bekämpfung der Wett- und Glücksspielsucht und der Verminderung daraus entstandener krimineller Aktivitäten begründet wurde.

Zur Zeit gibt es eine Vielzahl von Casinos und autorisierten Spielhallen in Deutschland, die staatlich stark reguliert sind, doch trotz aller Kontrollen ist Glücksspiel in Deutschland populär wie nie zuvor.

Zwischen 2008 und 2012 wurden im Glücksspielstaatsvertrag bundeseinheitlich Regelungen verfasst und Glücksspiel als illegal außerhalb der staatlichen Lotterien erklärt, auch das Spielen von Lotto über das Internet wurde verboten. Der Glücksspielstaatsvertrag beinhaltet eines der letzten staatlichen Monopole in Deutschland. Mit Ausnahme von Pferdewetten dürfen Glücksspiele nur von den 16 staatlichen Lotteriegesellschaften angeboten werden. Auch dieses galt wiederum vor allem zum Schutz der Bevölkerung vor Glücksspielsucht und den daraus resultierenden Straftaten. 15 von 16 Bundesländern in Deutschland unterzeichneten diesen Vertrag. Die einzige Ausnahme war Schleswig Holstein.

Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes am 15. Dezember 2011, der das Staatsmonopol des Glücksspieles in Deutschland entgegen EU Recht erklärte, musste die Gesetzgebung allerdings wieder geändert und liberalisiert werden.

Am 1. Juli 2012 trat der Erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag mit einheitlichen Regeln für alle Bundesländer in Kraft und der Wettmarkt wurde für private Anbieter geöffnet. Lottospiele durften wieder online angeboten werden und Sperren gegen Online Casinos ließen sich nur schlecht aufrechterhalten.

Unter anderem wurde beschlossen 20 Konzessionen für Anbieter von Sportwetten zu vergeben, die für 7 Jahre ihr Geschäft betreiben können sollten – die sogenannte Experimentierphase – doch bis heute sind diese aufgrund von ständigen Gerichtsverfahren nicht erteilt worden.

Doch ist Glücksspiel in Deutschland nach wie vor eine komplexe Angelegenheit mit verschiedenen Ausführungsgesetzen auf Ebene der Bundesländer. Es gab bisher auch keine Bemühungen, dass die Regelungen aneinander angepasst werden. Online Poker und anderes Online Glücksspiel unterstehen unterschiedlichen Regulierungen, es gibt kein einheitliches System aller 16 Bundesländer. Diese Umstände machen die Gesetzgebung für Glücksspiel in Deutschland so schwer zu verstehen.

Auch ging Schleswig Holstein nach wie vor einen Sonderweg und wollte das Glücksspiel noch stärker weiterhin liberalisieren. So kam das sogenannte Glücksspielgesetz Anfang 2012 in Kraft. Online Wetten wurden legalisiert und Online Wettbüros bekamen die Gelegenheit sich für die Vergabe von Lizenzen zu bewerben. 50 Lizenzen für Online Sportwettbüros, Online Casinos und Online Poker wurden vergeben. An Abgaben fallen für Renn- und Sportwetten 5% des jährlichen Gesamt Wetteinsatzes ab, bei Lotterien hingegen gibt es eine Lotterieabgabe von 20% des Spieleinsatzes. In Schleswig Holstein sind einige der größten Online Glücksspiel Firmen ansässig, wie zum Beispiel Bet365, Betfair und Poker Stars.

Nach den Landtagswahlen im Mai 2012 und dem damit einhergehenden Regierungswechsel wurde jedoch auch in Schleswig Holstein am 08. Februar 2013
der Glücksspielländerstaatsvertrag unterzeichnet, dem demnach alle 16 Länder zugestimmt hatten und das alte Glücksspielgesetz wurde als ungültig erklärt.
Die auf der Grundlage des ehemaligen Glücksspielgesetzes erteilten Genehmigungen für Lotterien, Sportwetten und Online Casino Spiele, behielten jedoch auch nach der Aufhebung des Glücksspielgesetzes Ihre Gültigkeit und auch die Regelungen des Glücksspielgesetzes fanden für die vergebenen Genehmigungen weiterhin ihre Anwendung.
Ein Urteil der Europäischen Kommission hat letztlich des Sonderweg des Landes Schleswig Holstein bestätigt und Spielern erlaubt innerhalb der Bundeslandgrenzen Online Casino Spiele zu spielen. Das führte nicht nur dazu den Online Casino Markt zu öffnen sondern hat auch durch die vom Land ausgestellten Lizenzen dazu geführt, attraktive Voraussetzungen für online Casino Firmen zu schaffen.

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